Urindiagnostik
Parameter Infos
| Glucose kann folgende Ursachen haben: |
| 1. Diabetes mellitus Typ 1 oder Typ 2 2. Renale Glucosurie durch erniedrigte Nierenschwelle 3. Alimentäre Glucosurie durch kohlenhydratreiche Mahlzeiten 4. Glucosurie durch Nierendefekt bei reduzierter Nierenfunktion auf unter 30%. Positive Resultate sind durch Bestimmung der Blutglucose zu bestätigen. |
| Hohe Ascorbinsäurekonzentrationen im Urin finden sich nach Einnahme von Vitamin C. Größere Mengen an Ascorbinsäure können die Empfindlichkeit des Blut- und Glucosenachweises herabsetzen. |
| Positive Resultate bei ketoacidotischen Stoffwechselentgleisungen bei Diabetikern. Präkomatöse und komatöse Zustände zeigen meistens Ketoazidose und Ketonurie. Weitere Ursachen für positive Reaktionen: Hungerzustände wie bei Null-Diät, Schlankheitskuren, Hyperemesis gravidarum, acetonämisches Erbrechen bei Kleinkindern und bei Fieberzuständen. |
| Proteinurie ist ein häufiges, aber nicht beweisendes Symptom bei Nierenerkrankungen und bedarf deshalb weiterer differentialdiagnostischer Abklärung. Neben der Hämaturie findet sich Proteinurie oft bei Glomerulonephritis. |
| Ernährung, Stoffwechsellage, Erkrankungen und Medikamente beeinflussen den pH-Wert, der meist zwischen pH 5 und 6 liegt. Bei anhaltend alkalischen Harnen (pH größer 7) muss eine Harnwegsinfektion ins Kalkül gezogen werden. |
| Die häufigsten harnpathogenen Erreger reduzieren im Harn Nitrat zu Nitrit. Nitritbildende Keime sind: E. Coli, Proteus, Klebsiella, Citrobacter, Aerobacter und Salmonellen (z. Teil auch Pseudomonas, Staphylokokken und Enterokokken). Bakteriurie ist deshalb ein häufiges Symptom bei Harnwegsinfektionen, wobei auch mit Pyelonephritis gerechnet werden muss. Ein positives Ergebnis beweist einen Harnwegsinfekt. |
| Leukozyturie ist (neben Bakteriurie) Leitsymptom bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege wie, Urethritis oder Cystitis sowie bei Harntransportstörungen oder Steinen.Weitere Ursachen können sein: -abakterielle Infektionen -Analgetika-Nephropathien -parasitäre Erkrankungen -Glomerulopathien -Intoxikationen |
| Das spezifische Gewicht des Harns ändert sich sowohl mit der Flüssigkeitsaufnahme als auch bei verschiedenen Erkrankungen. Die Bestimmung des spez. Gewichts des Harns erlaubt Aussagen zur Konzentrations- und Verdünnungsfähigkeit der Niere (wichtig bei Diabetes, verschiedenen Nierenerkrankungen, Medikamenten-Nebenwirkungen). Weiterhin hat die Bestimmung der Dichte Bedeutung in der Suchtmittel- bzw. Dopinganalytik zur Aufdeckung von Proben manipulationen. |
| Im Harn Gesunder ist kein Bilirubin nachweisbar. Eine Ausscheidung von Bilirubin tritt auf bei Parenchymikterus, bei intra- und extrahepatischen Verschlussikterus, bei akuter und chronischer Hepatitis sowie Zirrhose. Bei Störungen der Bilirubinexkretion und bei Behinderung des Gallenabflusses kann Bilirubin im Urin ausgeschieden werden. |
Urobilinogen wird vermehrt im Urin ausgeschieden bei:
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